Kurz gesagt: Gemini Omni ist ein neues Modell von Google, das laut Google aus beliebigen Eingaben etwas erzeugen kann, beginnend mit Video. Für einen kleinen Betrieb taugt es zum Ausprobieren und für Ideen. Ein fertiges Werbevideo ersetzt es nicht: Die echte Person, die Prüfung jedes Bildes und die Kennzeichnung bleiben Arbeit, die jemand machen muss.
Immer wenn ein großer Anbieter eine neue Video-KI vorstellt, fragen mich Betriebe: Brauche ich dafür noch jemanden? Hier steht, was Google tatsächlich angekündigt hat, was du damit anfangen kannst und wo ich vorsichtig wäre. Ich beziehe mich dabei nur auf Googles eigene Ankündigungen vom 19. Mai 2026. Das alles ist ganz frisch, vieles klärt sich erst in den nächsten Wochen.
Was hat Google mit Gemini Omni vorgestellt?
Google hat Gemini Omni am 19. Mai 2026 auf der Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt. Laut Google kann das Modell „anything from any input“ erzeugen, also aus fast beliebigen Eingaben fast alles, und fängt dabei mit Video an. Das erste Modell heißt Gemini Omni Flash.
- Wer es bekommt: Laut Google wird Gemini Omni Flash weltweit für Abonnenten von Google AI Plus, Pro und Ultra ausgerollt, in der Gemini-App und in Google Flow. Dazu kommt es kostenlos in YouTube Shorts, dort zum Remixen von Shorts, und in der App YouTube Create.
- Wie die Videos markiert sind: Sie tragen das unsichtbare Wasserzeichen SynthID. Laut Google lässt sich das in der Gemini-App prüfen. In der Google-Suche und in Chrome führt Google die Prüfung gerade nach und nach ein.
Mehr als diese Angaben habe ich nicht belegt. Welche Funktionen genau in deinem Konto und in Österreich freigeschaltet sind, siehst du am besten selbst im Abo.
Was kann ein kleiner Betrieb damit für Werbung anfangen?
Neu ist vor allem, dass Video-KI in Werkzeugen steckt, die viele schon im Abo haben oder ohnehin nutzen, wie YouTube. Das senkt die Schwelle, selbst etwas auszuprobieren. Ein paar sinnvolle Einsätze:
- Ideen testen. Bevor du Geld für ein Video ausgibst, kannst du mit einer kurzen KI-Szene sehen, ob eine Idee überhaupt trägt.
- Kleine Zwischenszenen. Ein Übergang, ein Hintergrund, eine Stimmung. Dinge, die in einem Werbevideo nur wenige Sekunden laufen.
- Interne Entwürfe. Ein Storyboard, das dein Team versteht, bevor jemand die Kamera in die Hand nimmt.
Mehr würde ich ohne Prüfung nicht daraus machen. Ein Werbevideo besteht aus einer Idee, einem Schnitt und einem Auftritt, der nach deinem Betrieb aussieht. Das liefert kein Abo mit.
Wo sind die Grenzen?
- Die echte Person. Bei einem kleinen Betrieb vertrauen Kunden den Menschen dahinter. Eine komplett erfundene Person, die niemand aus deinem Betrieb kennt, schafft dieses Vertrauen nicht. Bei meinen KI-Videos steht deshalb eine echte Person in der Szene: Gesicht, Stimme und Bewegung bleiben echt, die KI tauscht Ort, Kleidung und Requisiten.
- Jedes Bild prüfen. KI erfindet gern. Ein Logo wird zu Buchstabensalat, ein Werkzeug bekommt einen zweiten Griff, eine Hand sieht falsch aus. Jede Szene gehört Bild für Bild angesehen, bevor sie in eine Anzeige kommt. Wie ich dabei vorgehe, steht unter KI-Videos für Betriebe.
- Deine Ware muss stimmen. Dein Produkt, dein Gericht oder dein Werkstück muss im Video so aussehen wie in Wirklichkeit.
- Die Nutzungsbedingungen. Ob du die Videos aus deinem Abo geschäftlich in Anzeigen verwenden darfst, steht in den Bedingungen des Anbieters. Die habe ich hier nicht ausgewertet. Lies sie vor der ersten Anzeige.
Muss ich ein Video mit Gemini Omni kennzeichnen?
Das Wasserzeichen SynthID sieht niemand. Es ist für Prüfwerkzeuge gedacht, nicht für Zuschauer. Heißt: Dass Google die Videos maschinenlesbar markiert, nimmt dir den sichtbaren Hinweis nicht ab.
Ab 2. August 2026 soll Artikel 50 des EU AI Act gelten. Er verlangt, dass KI-erzeugte oder KI-veränderte Videos offengelegt werden, wenn sie echten Menschen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken können. Bis dahin sind es noch gut zehn Wochen, aber wer jetzt Werbevideos plant, sollte es von Anfang an einrechnen. Mein Vorgehen: Ein Video, das wie gefilmt aussieht, bekommt einen sichtbaren Vermerk wie „KI-Video“. Das schafft Vertrauen, statt es zu kosten. Das hier ist keine Rechtsberatung. Bei einer konkreten Frage hilft dir deine Wirtschaftskammer oder ein Anwalt.
Eine Sache noch: Gesicht oder Stimme einer echten Person, etwa eines Mitarbeiters, verwendest du nur mit deren Einverständnis, am besten schriftlich.
Wann lohnt sich ein KI-Video von mir statt Selbstversuch?
Wenn das Video in einer Anzeige laufen soll und nach deinem Betrieb aussehen muss, wird der Selbstversuch schnell zur Fleißarbeit. Ich drehe die Szene mit einer echten Person, lasse die KI Ort, Kleidung und Requisiten tauschen, prüfe das Ergebnis und kennzeichne es. Welches Werkzeug am Ende was erledigt, ist für dich zweitrangig. Wie schnell ein Werkzeug wieder verschwinden kann, zeigt Sora ist weg: Womit entstehen jetzt KI-Videos? Wichtig ist, dass das Video stimmt, dass du dich darin wiedererkennst und dass es sauber gekennzeichnet ist.
Ob ein KI-Video für deinen Betrieb überhaupt sinnvoll ist, hängt von deinem Ziel ab. Manchmal ist ein animiertes Video oder ein ehrlich gedrehtes Handyvideo die bessere Wahl. Das sage ich dir auch.
Was kostet das bei mir?
Meine Preise sind netto.
- KI-Video: ab 490 € netto. Bis 20 Sekunden, eine Szene mit echter Person, bis zu 3 KI-Läufe, Sound, Untertitel und KI-Kennzeichnung, eine Korrekturschleife.
- Anzeigen einrichten: ab 390 € netto. Wenn das Video als Anzeige laufen soll. Das Werbebudget zahlst du direkt an Google oder Meta.
Ergebnisse kann dir bei Werbung niemand versprechen, auch ich nicht. Wie ein KI-Video bei mir abläuft, steht unter KI-Videos für Betriebe. Wie du ein Video danach als Anzeige ausspielst, steht unter Google-Werbung und Facebook und Instagram. Schick mir eine Idee oder ein kurzes Video aus deinem Betrieb, dann sage ich dir, was sich daraus machen lässt.
Quellen
- Google: Introducing Gemini Omni (19. Mai 2026) (öffnet neuen Tab) (auf Englisch)
- Google: Tools to understand how content was created and edited (19. Mai 2026) (öffnet neuen Tab) (auf Englisch, zur Prüfung mit SynthID)
Häufige Fragen
- Wer kann Gemini Omni benutzen?
- Laut Google wird das erste Modell, Gemini Omni Flash, weltweit für Abonnenten von Google AI Plus, Pro und Ultra ausgerollt, in der Gemini-App und in Google Flow. In YouTube Shorts (zum Remixen von Shorts) und der App YouTube Create ist es laut Google kostenlos. Was in deinem Konto freigeschaltet ist, prüfst du dort selbst.
- Erkennt man ein Video von Gemini Omni an einem Wasserzeichen?
- Google markiert die Videos laut eigener Angabe mit dem unsichtbaren Wasserzeichen SynthID. Prüfen lässt es sich laut Google in der Gemini-App. In der Google-Suche und in Chrome führt Google die Prüfung gerade nach und nach ein. Für deine Zuschauer ist das unsichtbar. Einen sichtbaren Hinweis bei täuschend echten Videos musst du selbst setzen.
- Was kostet ein KI-Video bei Vendo Agency?
- Ein KI-Video bis 20 Sekunden kostet bei mir ab 490 Euro netto. Enthalten sind eine Szene mit echter Person, bis zu 3 KI-Läufe, Sound, Untertitel, die KI-Kennzeichnung und eine Korrekturschleife. Das Einrichten von Anzeigen kostet ab 390 Euro netto, das Werbebudget zahlst du direkt an Google oder Meta.
Ich spiele in keinem KI-Video mit. Meine Gage wäre sowieso zu hoch.

Passt das auf deinen Betrieb?
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