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Werbevideos

Sora ist weg: Womit entstehen jetzt KI-Videos?

OpenAI schaltet Sora ab. Was das für Werbevideos kleiner Betriebe heißt und was du beim Bestellen eines KI-Videos fragen solltest.

Julian GürtlerVeröffentlicht am 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Die Sora-App gibt es ab heute nicht mehr. OpenAI schaltet sie am 26. April 2026 ab, die Schnittstelle folgt am 24. September 2026. KI-Videos entstehen künftig mit anderen Werkzeugen, und die wechseln laufend. Für deinen Betrieb heißt das: Ein Werbevideo sollte nie an einem einzigen Werkzeug hängen. Wichtig ist, dass du das fertige Video als Datei hast.

Für dich als Inhaber ist die Geschichte um Sora nützlich, weil sie zeigt, worauf es bei KI-Videos wirklich ankommt. Und ohne Panik: Dein Betrieb hängt nicht an Sora.

Was ist mit Sora passiert?

Das steht in den Quellen unten:

  • 24. März 2026: OpenAI kündigt an, Sora in der App und in der Schnittstelle (API) einzustellen.
  • 26. April 2026: Laut OpenAI-Hilfecenter werden die Web- und die App-Version abgeschaltet.
  • 24. September 2026: Die API folgt, so ist es angekündigt.
  • Deine Inhalte: OpenAI rät, Videos und Bilder vor der Abschaltung aus der Sora-Bibliothek zu exportieren. Ob es danach noch ein letztes Exportfenster gibt, ist laut OpenAI offen. Sind alle Fristen vorbei, löscht OpenAI die Daten dauerhaft.
  • Der Grund: OpenAI will sich konzentrieren, während der Bedarf an Rechenleistung wächst. Das Sora-Team forscht an „world simulation“ weiter, also an Weltsimulation für Robotik.

Mehr ist nicht belegt. Was OpenAI intern dazu bewogen hat, kann ich dir nicht sagen, und ich spekuliere hier nicht.

Muss ein kleiner Betrieb jetzt etwas tun?

Meistens nein. Wer nie mit Sora gearbeitet hat, merkt von der Abschaltung nichts. Es gibt zwei Fälle, in denen ein Blick lohnt:

  • Du hast selbst Videos in Sora erstellt. Prüfe, ob du sie gesichert hast. Die App wird abgeschaltet, die Schnittstelle folgt, und nach Ablauf eines etwaigen Exportfensters löscht OpenAI die Daten dauerhaft. Ob ein Export noch möglich ist, steht im OpenAI-Hilfecenter.
  • Ein Dienstleister hat Videos für dich gemacht. Frag nach, ob du die fertigen Dateien in allen Formaten hast. Ein Video, das nur in einem Online-Werkzeug liegt, ist weg, sobald das Werkzeug weg ist.

Eine Datei, die du schon heruntergeladen hast, liegt bei dir und lässt sich weiter einsetzen, soweit die Nutzungsbedingungen des Werkzeugs das erlauben.

Warum ist ein einzelnes Werkzeug ein Risiko?

Weil ein Anbieter ein Produkt einstellen kann, wenn er das will. Sora zeigt das: Zwischen Ankündigung und Abschaltung der App liegt gut ein Monat, die Schnittstelle läuft noch bis September weiter. Wer sein Verfahren auf genau dieses Werkzeug gebaut hat, muss umstellen.

Für Werbevideos heißt das drei einfache Dinge:

  • Sichern. Fertige Videos, Startbilder, Texte und Rohaufnahmen gehören auf einen Speicher, den du selbst kontrollierst.
  • Austauschbar bleiben. Ein Verfahren, das mit einem anderen Werkzeug genauso funktioniert, ist robuster als eines, das an einem Namen hängt.
  • Aufs Ergebnis schauen. Deine Kunden sehen ein Video, kein Werkzeug. Ob es mit dem einen oder dem anderen entstanden ist, merken sie nicht. Sie merken, ob es echt wirkt, ob es zu dir passt und ob die Schrift stimmt.

Welche Werkzeuge gerade vorne liegen, ändert sich laufend. Eine Rangliste gebe ich hier deshalb bewusst nicht.

Womit entstehen KI-Videos dann?

Mit den Werkzeugen, die es gerade gibt, und die wechseln. Die großen Anbieter bringen laufend neue Modelle, und manche verschwinden wieder, wie Sora zeigt. Wichtiger als der Name ist die Arbeitsweise. Bei mir sieht ein KI-Video so aus:

  • Gedreht wird echt. Ich filme eine ganz normale Szene mit dem Handy. Gesicht, Stimme und Bewegung bleiben echt.
  • Die KI tauscht. Ort, Kleidung und Requisiten baut die KI neu, nach Bildern, die ich vorher festlege.
  • Fertigmachen. Schnitt, Sound und Untertitel kommen von mir, und das Video wird als KI-Video gekennzeichnet.

Der Vorteil: Das Grundmaterial ist eine echte Aufnahme. Sie bleibt, egal was mit einem Werkzeug passiert. Eine echte Aufnahme als Basis ist die sicherere Wahl, weil Gesicht, Stimme und Bewegung dann nicht erfunden sind. Ein KI-Video kennzeichne ich offen als solches. Ob und wie du ein KI-Video kennzeichnen musst, lass im Zweifel von der WKO oder einem Anwalt prüfen.

Was solltest du fragen, bevor du ein KI-Video bestellst?

  • Bekomme ich die fertige Datei? In den Formaten, die du brauchst, und nicht nur als Link zu einem Online-Werkzeug.
  • Bekomme ich auch das Ausgangsmaterial? Die echte Aufnahme und die festgelegten Bilder.
  • Was passiert, wenn das Werkzeug eingestellt wird? Eine ehrliche Antwort kennt den Plan dafür, zumindest bleibt das fertige Video als Datei bei dir.
  • Wer kennzeichnet das Video als KI? Das sollte im Preis stehen, nicht im Kleingedruckten.
  • Woher kommt die Musik? Songs aus der Instagram-Bibliothek gehören nicht auf deine Website.

Was kostet ein KI-Video bei mir?

Meine Preise sind netto.

  • KI-Video: ab 490 € netto. Bis zu 20 Sekunden, eine Szene mit echter Person, die KI tauscht Ort, Kleidung und Requisiten. Bis zu 3 KI-Läufe, Sound, Untertitel und KI-Kennzeichnung, eine Korrekturschleife.

Schick mir ein Foto oder ein kurzes Handyvideo, dann sage ich dir, ob sich daraus ein KI-Video lohnt. Mehr zum Ablauf steht unter KI-Videos für deinen Betrieb. Soll das Video auf deiner eigenen Website laufen und du hast noch keine, hilft dir der Ratgeber One-Pager oder Website mit Unterseiten bei der Frage, wie groß die Seite sein muss.

Quellen

Häufige Fragen

Was ist mit Sora von OpenAI passiert?
OpenAI hat am 24. März 2026 angekündigt, Sora einzustellen. Laut OpenAI-Hilfecenter werden die Web- und App-Version am 26. April 2026 abgeschaltet, die Schnittstelle (API) folgt am 24. September 2026. OpenAI verweist darauf, sich zu konzentrieren, während der Bedarf an Rechenleistung wächst. Das Sora-Team forscht an Weltsimulation weiter.
Muss ich mein Werbevideo neu machen lassen, wenn das KI-Werkzeug eingestellt wird?
Ein fertiges Video, das du als Datei hast, bleibt bei dir. Wie du es nutzen darfst, regeln die Bedingungen des Werkzeugs und dein Auftrag. Kritisch wird es, wenn Startbilder, Texte oder Rohmaterial allein im Werkzeug lagen und weg sind. Deshalb sollte alles, was zu deinem Video gehört, bei dir oder bei deinem Dienstleister gesichert sein. Das ist keine Rechtsberatung.
Was kostet ein KI-Video bei Vendo Agency?
Ein KI-Video kostet bei mir ab 490 Euro netto. Enthalten sind bis zu 20 Sekunden, eine Szene mit echter Person, bei der die KI Ort, Kleidung und Requisiten tauscht, bis zu 3 KI-Läufe, Sound, Untertitel, die KI-Kennzeichnung und eine Korrekturschleife.

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