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Website

Wix, Jimdo oder eigene Website: Wann lohnt sich der Wechsel?

Ein Baukasten ist ein guter Start. Woran du merkst, dass er deinen Betrieb bremst, und worauf du beim Umzug achten musst, damit Google dich wiederfindet.

Julian GürtlerAktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo reicht, solange deine Seite eine digitale Visitenkarte ist. Der Wechsel auf eine eigene Website lohnt sich, wenn die Seite aktiv Anfragen bringen soll, du für konkrete Suchbegriffe gefunden werden willst oder dir Funktionen fehlen. Beim Umzug zählen drei Dinge: Domain behalten, Weiterleitungen setzen, echte Fotos.

Ein Baukasten ist am Anfang oft die richtige Wahl. Schnell online, wenig Aufwand, überschaubare Kosten. Die Frage ist nicht, ob das ein Fehler war. Die Frage ist, ob dein Betrieb an dem Punkt ist, an dem dich der Baukasten mehr kostet, als er dir bringt.

Was kann ein Baukasten gut?

Für den Start ist ein Baukasten oft genau richtig: eine Seite mit Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und ein paar Fotos, ohne dass jemand programmieren muss. Du kannst selbst Texte ändern, und die Technik läuft im Hintergrund.

Wenn dein Betrieb genau das braucht und die meisten Kunden ohnehin über Empfehlung kommen, spricht nichts dagegen, dabei zu bleiben. Eine gepflegte Baukasten-Seite mit echten Fotos und aktuellen Zeiten ist besser als eine teure Seite, um die sich niemand kümmert. Ehrlich gesagt: Dann brauchst du mich dafür nicht.

Wo bremst dich ein Baukasten?

Ladezeit am Handy

Baukasten-Seiten laden oft Code für Funktionen mit, die du nie nutzt. Am Handy mit mobilen Daten merkt man das. Ladezeit ist einer von vielen Punkten, die Google bewertet, und vor allem springen Besucher ab, wenn sich nichts tut. Wie deine Seite abschneidet, zeigt dir das kostenlose Werkzeug PageSpeed Insights von Google in einer Minute, getrennt für Handy und Computer.

Abhängigkeit vom Anbieter

Deine Seite läuft auf fremder Technik zu fremden Bedingungen. Ändert der Anbieter Preise oder Funktionen, hast du wenig Spielraum. Ein Umzug ist dann meist kein Export per Klick, sondern ein Neubau.

Design nach Vorlage

Vorlagen sind darauf ausgelegt, dass viele Betriebe sie gleichzeitig nutzen. Wer genau hinschaut, erkennt sie wieder, egal wie viele Fotos getauscht wurden. Für einen Betrieb, der Vertrauen aufbauen will, ist das ein stiller Nachteil.

Grenzen bei Funktionen

Ein einfaches Kontaktformular geht überall. Ein Preisrechner, ein Konfigurator, eine Online-Buchung mit deinen echten Zeiten oder ein Anfrageformular, bei dem der Kunde gleich Fotos mitschickt, stoßen in vielen Baukästen schnell an eine Wand. Genau solche Werkzeuge sparen dir aber Rückfragen und sortieren Anfragen vor. Was da möglich ist, zeige ich unter Anfrage-Tools und Programme für Betriebe.

Woran merkst du, dass es Zeit für den Wechsel wird?

  • Die Website soll Anfragen bringen, nicht nur als Visitenkarte existieren.
  • Du willst bei Google für Suchen wie „Elektriker Amstetten“ gefunden werden, nicht nur für deinen Firmennamen.
  • Du brauchst eine Funktion, die der Baukasten nicht hat oder nur gegen deutlichen Aufpreis.
  • Du vergleichst deine Seite mit anderen Betrieben aus der Gegend und merkst, dass sie austauschbarer wirkt.
  • Du zahlst jedes Jahr für ein Paket, schaust aber nie hinein, weil dir die Zeit fehlt.

Trifft mehr als einer dieser Punkte zu, lohnt sich ein genauer Blick. Warum Google manche Betriebe nicht zeigt, obwohl die Seite online ist, erkläre ich in Warum wird mein Betrieb bei Google nicht gefunden?

Worauf musst du beim Umzug achten?

  • Domain behalten. Die Adresse, unter der dich Kunden kennen, soll den Wechsel überleben. Stell sicher, dass sie auf deinen Namen läuft und du Zugang zum Konto hast.
  • Weiterleitungen setzen. Ändert sich die Adresse einer Unterseite, etwa von „/leistungen-1“ auf „/badsanierung/“, braucht die alte Adresse eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die neue. Sonst landen Besucher und Google auf einer Fehlerseite, und was die alte Seite bei Google aufgebaut hat, geht verloren.
  • Inhalte sichern, bevor du kündigst. Texte, Bilder und Kontaktdaten vorher sichern, sonst tippst du am Ende alles neu ab.
  • Echte Fotos statt Vorlagenbilder. Der Umzug ist der richtige Moment, Stockfotos durch Bilder aus deinem Betrieb zu ersetzen.
  • Google-Profil anpassen, Bewertungen bleiben. Dein Unternehmensprofil und deine Bewertungen hängen nicht an der Website, sie bleiben beim Umzug erhalten. Nur der Link im Profil, bei Herold oder bei der WKO muss danach auf die neue Seite zeigen.
  • Neue Seite bei Google anmelden. In der Google Search Console reichst du die Sitemap ein und siehst, ob Google alle Seiten findet.
  • Alte Seite nicht zu früh abschalten. Erst wenn die neue Seite live und geprüft ist, kündigst du den Baukasten.

Was kostet der Wechsel bei mir?

Meine Preise sind netto und für Unternehmen, den Festpreis bekommst du schriftlich vor dem Start.

  • One-Pager: 990 € netto als Fixpreis. Eine Seite mit bis zu sechs Abschnitten, Texte von mir, WhatsApp-Knopf oder Formular. Oft genau richtig für den ersten Schritt weg vom Baukasten.
  • Website mit Startseite und 3 Unterseiten: ab 1.490 € netto. Eigene Seiten für deine wichtigsten Leistungen, damit du bei Google für mehr als deinen Namen eine Chance hast. Jede weitere Unterseite kostet 190 € netto.
  • Website mit Shop oder Buchung: ab 2.490 € netto.
  • Hosting und Domain: im ersten Jahr inklusive, danach 150 € netto im Jahr.
  • Website-Betreuung: 29 € netto im Monat statt der Hosting-Gebühr, nicht zusätzlich. Hosting, Domain, aktuelle Rechtstexte und bis 15 Minuten kleine Änderungen im Monat, damit du dich um nichts Technisches kümmern musst.

Für Website-Projekte ab 1.490 € netto bekommst du nach einem Erstgespräch eine kostenlose Vorschau deiner Startseite. Gefällt sie dir nicht, zahlst du nichts. So siehst du den Unterschied zu deiner Baukasten-Seite, bevor du dich entscheidest.

Was in welchem Paket steckt, findest du unter Website erstellen lassen: Pakete und Preise. Wie sich Website-Preise allgemein zusammensetzen, steht in Was kostet eine Website für einen Betrieb in Österreich wirklich? Und wenn du wissen willst, ob sich der Wechsel für dich schon lohnt, schick mir den Link zu deiner jetzigen Seite. Ich sage dir ehrlich, ob du bleiben kannst oder ob sich eine eigene Website für deinen Betrieb rechnet.

Häufige Fragen

Kann ich meine Domain vom Baukasten mitnehmen?
In der Regel ja. Hast du die Domain beim Baukasten-Anbieter gekauft, kannst du sie zu einem anderen Anbieter übertragen. Dafür brauchst du Zugang zu deinem Konto beim Anbieter. Prüf vorher, ob die Domain auf deinen Namen läuft, und kündige das Paket erst, wenn der Umzug erledigt ist.
Verliere ich beim Wechsel meine Google-Platzierung?
Das Risiko ist klein, wenn der Umzug sauber läuft. Jede alte Adresse, die sich ändert, bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die passende neue Seite, und die neue Seite wird in der Google Search Console angemeldet. Ganz ohne Schwankung geht es selten, aber so findet Google deine Inhalte wieder.
Was kostet der Umstieg vom Baukasten auf eine eigene Website?
Bei mir kostet ein One-Pager 990 Euro netto als Fixpreis, eine Website mit Startseite und 3 Unterseiten ab 1.490 Euro netto. Texte und Bilder deiner alten Seite nutze ich als Grundlage. Hosting und Domain sind im ersten Jahr inklusive. Danach zahlst du 150 Euro netto im Jahr oder nimmst die Website-Betreuung für 29 Euro netto im Monat. Das Baukasten-Abo kündigst du erst, wenn die neue Seite live ist.

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