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Werbevideos

Wie drehe ich mit dem Handy ein brauchbares Werbevideo?

Werbevideo mit dem Handy drehen: Hochformat, Licht, ruhige Hand, Ton, Untertitel und was in die ersten Sekunden gehört. Praktische Tipps für Betriebe.

Julian GürtlerVeröffentlicht am 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Dreh hochkant, bei Tageslicht und mit ruhiger Hand. Geh zum Sprechen nah ans Handy, zeig echte Arbeit statt Floskeln und bring die wichtigste Aussage in die ersten Sekunden. Setz Untertitel dazu, weil viele den Ton aus haben. Mehr braucht es für den Anfang nicht, ein normales Handy reicht für ein brauchbares Werbevideo.

Viele Betriebe haben mehr Videomaterial auf dem Handy, als sie denken: die fertige Baustelle, den Teig im Ofen, das Team vor dem Firmenbus. Meistens scheitert es nicht an der Kamera, sondern an ein paar Kleinigkeiten, die sich leicht vermeiden lassen. Hier steht, worauf ich beim Drehen achte.

Warum drehst du hochkant?

Die meisten Leute sehen Videos am Handy, das sie in der Hand halten, und zwar hochkant. Auf Instagram, Facebook und im WhatsApp-Status füllt ein Hochformat-Video den ganzen Bildschirm. Ein querformatiges Video nimmt dort nur einen schmalen Streifen ein, der Rest des Bildschirms bleibt ungenutzt.

Dreh deshalb von Anfang an hochkant (9:16). Querformat brauchst du nur, wenn das Video auf deiner Website oder auf YouTube laufen soll. Wenn du beides willst, dreh die wichtigsten Szenen zweimal.

Wie sorgst du für gutes Licht?

Licht ist die billigste Verbesserung, die es gibt.

  • Tageslicht nutzen. Stell dich ans Fenster oder dreh draußen. Das Licht kommt von vorn oder von der Seite, nicht von hinten.
  • Nicht gegen die Sonne filmen. Sonst wird dein Gesicht zur dunklen Fläche. Dreh die Position, bis das Gesicht hell ist.
  • Mittagssonne meiden. Sie wirft harte Schatten. Bewölkter Himmel oder Schatten sehen meist ruhiger aus.
  • Linse putzen. Ein Fingerabdruck auf der Kameralinse macht das Bild milchig. Ein Tuch dafür hast du fast immer dabei.

Wie wird das Bild ruhig?

Wackelige Aufnahmen wirken schnell unprofessionell. Mit wenigen Handgriffen wird es besser:

  • Handy abstützen. Auf eine Werkbank, einen Karton oder ein kleines Stativ legen. Wenn du in der Hand filmst, nimm beide Hände und die Ellbogen an den Körper.
  • Langsam bewegen. Wenn du mitgehst, dann in gleichmäßigem Tempo. Schnelle Schwenks verwackeln.
  • Nicht zoomen. Der Digitalzoom macht das Bild unscharf. Geh lieber selbst näher heran.

Wie klingt das Video gut?

Ton unterschätzt man leicht. Ein Bild darf einfach sein, schlechter Ton nervt dagegen sofort.

  • Nah ans Mikrofon. Je näher der Mund am Handy, desto klarer die Stimme.
  • Lärm vermeiden. Maschinen, Wind, Verkehr und hallende Räume schlucken die Sprache. Such dir einen ruhigen Ort oder dreh ohne Sprache und leg später Text darüber.
  • Probe aufnehmen. Ein kurzer Test mit Kopfhörern verrät dir sofort, ob man dich versteht.

Was zeigst du, und wie lang dauert eine Szene?

Zeig echte Arbeit. Ein Handwerker, der eine Fuge zieht, eine Köchin, die anrichtet, ein Team, das lacht: Das glaubt man dir, weil es stimmt. Ein glattes Stockfoto glaubt dir niemand.

Dreh mehrere kurze Szenen statt einer langen. Jede Szene zeigt eine Sache: den Arbeitsschritt, das fertige Ergebnis, den Menschen dahinter. Am Ende schneidest du sie hintereinander. Lieber ein paar Sekunden zu viel gedreht als zu wenig, denn beim Schneiden kannst du kürzen, aber nichts nachfilmen.

Das Wichtigste bleibt: Zeig nur, was wirklich zu deinem Betrieb gehört. Echte Menschen, echte Arbeit, echte Ergebnisse. Ein Ergebnis, das du nie geliefert hast, hat im Video nichts verloren.

Was gehört in die erste Sekunde?

Im Feed entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob jemand weiterschaut oder weiterwischt. Fang deshalb nicht mit dem Firmenlogo oder einem langen „Hallo, ich bin“ an. Beginn mit dem, was Neugier weckt: dem Handgriff, dem fertigen Ergebnis oder einem klaren Satz, der sagt, worum es geht.

Die einfache Probe: Schau dir die erste Sekunde ohne Ton an. Versteht jemand, worum es geht?

Warum brauchst du Untertitel?

Viele schauen Videos am Handy ohne Ton, in der Arbeit, im Zug oder abends neben dem Partner auf der Couch. Ohne Untertitel verpasst du diese Leute, weil sie nichts verstehen und weiterwischen. Meine Werbevideos haben deshalb Untertitel, damit sie auch ohne Ton funktionieren.

Prüf nach dem Schneiden: Ist der Text groß genug, bleibt er lange genug stehen, und liegt er nicht unter den Bedienelementen der App? Lies ihn laut vor, dann merkst du Tippfehler sofort.

Wann übernehme ich das Video?

Selber drehen lohnt sich, wenn du echte Einblicke zeigen willst: den Arbeitsalltag, das Team, einen fertigen Auftrag. Das wirkt oft sympathischer als ein perfekt glattes Video.

Schwierig wird es, wenn dein Angebot sich schlecht filmen lässt, zum Beispiel eine Beratung, eine Versicherung oder ein Wartungsvertrag. Oder wenn du schlicht keine Zeit hast, Szenen zu drehen und zu schneiden. Dann übernehme ich: Ich schreibe das Skript, und ein Motion-Design-Video erklärt dein Angebot in rund 20 Sekunden mit Schrift, Symbolen und Sprecher. Ich drehe und schneide auch selbst, wenn echte Szenen aus deinem Betrieb dazugehören sollen. Mehr dazu auf der Seite Werbevideos und Motion Design für Betriebe.

Und wenn dir eine Szene vorschwebt, die sich kaum drehen lässt, gibt es auch den Weg über KI. Was dabei zu beachten ist, steht in Sora ist weg: Womit entstehen jetzt KI-Videos?

Was kostet ein Werbevideo bei mir?

Meine Preise sind netto. Ein Werbebudget für Anzeigen kommt extra und geht direkt von dir an Google oder Meta.

  • Motion-Design-Video: ab 290 € netto. Bis 25 Sekunden mit Sprecher und Sound, im Hoch- und Querformat, zwei Korrekturschleifen.
  • Gedrehtes Werbevideo: nach Umfang. Den Festpreis bekommst du schriftlich nach dem Gespräch, bevor ich anfange.
  • Anzeigen einrichten: ab 390 € netto, falls das Video als Anzeige laufen soll.

Wie viele Anfragen ein Video bringt, kann dir niemand versprechen, auch ich nicht. Was ich dir sagen kann: ob dein Vorhaben eher ein Motion-Design-Video oder ein selbst gedrehtes Video braucht. Schreib mir kurz, was du zeigen willst, ich sage dir ehrlich, was ich an deiner Stelle tun würde.

Häufige Fragen

Brauche ich für ein Werbevideo eine teure Kamera oder ein Mikrofon?
Nein, für den Anfang reicht das Handy, das du ohnehin in der Tasche hast. Wichtiger als die Technik sind Tageslicht, ein ruhiges Bild und ein Ort ohne Lärm. Ein kleines Stativ oder ein Ansteck-Mikrofon helfen, sind aber keine Pflicht. Ob ein Video wirkt, entscheidet sich meist an der Idee und an der ersten Sekunde, weniger am Gerät.
Muss ich Mitarbeiter oder Kunden fragen, bevor sie im Video zu sehen sind?
Frag vorher, wer ins Bild will, am besten vor dem Dreh und für Mitarbeiter schriftlich oder per Nachricht. Wer erkennbar im Werbevideo auftaucht, sollte damit einverstanden sein. Bei Kundengesichtern, Kindern und Autokennzeichen bist du besonders vorsichtig. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel klärt die WKO oder ein Anwalt die Lage für deinen Fall.
Was kostet ein Werbevideo bei Vendo Agency?
Ein Motion-Design-Video kostet bei mir ab 290 Euro netto. Dabei sind bis 25 Sekunden, Sprecher und Sound, Hoch- und Querformat und zwei Korrekturschleifen. Gedrehte Werbevideos rechne ich nach Umfang, den Festpreis bekommst du schriftlich nach dem Gespräch, bevor ich anfange.

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