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Website

Website für Handwerksbetriebe: Was muss wirklich drauf?

Was Kunden auf einer Handwerker-Website zuerst suchen, was du weglassen kannst und warum deine Seite auch darüber entscheidet, ob sich Fachkräfte bewerben.

Julian GürtlerAktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Website für Handwerksbetriebe muss auf den ersten Blick drei Fragen beantworten: Machst du, was ich brauche? Kommst du zu mir? Wie erreiche ich dich? Dazu gehören Leistungen in Kundensprache, das Einsatzgebiet, eine antippbare Telefonnummer und echte Fotos. Und die Seite entscheidet mit, ob sich Fachkräfte bei dir bewerben.

In über 200 Projekten habe ich ein Muster gesehen: Fast alle Betriebe wollen auf ihrer Website zuerst über sich reden. Wer anruft, will aber etwas ganz anderes wissen.

Welche drei Fragen stellt jeder, der einen Handwerker sucht?

Wer als Privatperson einen Handwerker sucht, hat meistens ein Problem und wenig Geduld. Er will drei Dinge wissen:

  • Machst du das, was ich brauche?
  • Kommst du zu mir?
  • Wie erreiche ich dich, und meldest du dich überhaupt?

Alles andere ist zweitrangig. Trotzdem beginnen viele Seiten mit der Firmengeschichte und einem Foto vom Firmengebäude.

Was heißt das konkret für deine Seite?

Die Leistungen gehören nach oben, im Klartext

Nicht „Sanitär, Heizung, Klima“ als Überschrift, sondern die Dinge, nach denen Leute suchen: Bad sanieren, Wärmepumpe einbauen, Rohrbruch, Therme tauschen, Wartung. Wer „Heizung kaputt“ googelt, sucht nicht nach „Haustechnik aus einer Hand“.

Für Bau und Baunebengewerbe gilt dasselbe: „Zubau“, „Fassade dämmen“, „Pflasterung Einfahrt“ sagt mehr als „Ihr Partner rund ums Bauen“.

Das Einsatzgebiet muss dastehen

Einer der häufigsten Fehler: Auf der Seite steht der Ort des Betriebs, aber nirgends, wie weit er fährt.

Jemand aus Waidhofen, der einen Betrieb aus Amstetten sieht, denkt sich: Kommen die zu mir? Und ruft im Zweifel jemand anderen an. Ein Satz löst das, zum Beispiel „Im Einsatz im Umkreis von rund 40 Kilometern, von Amstetten über Waidhofen bis Melk.“

Die Telefonnummer gehört klickbar nach oben

Am Handy will niemand eine Nummer abtippen. Sie muss oben stehen, groß genug sein und beim Antippen den Anruf starten. Ein WhatsApp-Knopf daneben hilft allen, die lieber schreiben, etwa abends, wenn du nicht ans Telefon gehst.

Klingt banal. Fehlt aber auf erstaunlich vielen Seiten, die ich mir ansehe.

Echte Bilder schlagen alles

Ein Foto von der eigenen Werkstatt, vom Team, vom Firmenauto. Kein Stockfoto von lächelnden Menschen mit Schutzhelm, die nie eine Baustelle gesehen haben. Das ist der schnellste Vertrauensgewinn, den es gibt, und er kostet nur die Zeit fürs Fotografieren.

Mein Praxistipp: Fotografiere zwei Wochen lang einfach mit, was ohnehin passiert. Eine fertige Arbeit, ein Detail, das gut geworden ist, das Team beim Einsatz. Danach hast du genug Material für eine ganze Website. Das schlägt jeden Fototermin, bei dem alle verkrampft in die Kamera schauen. Frag vorher im Team, wer aufs Bild will.

Warum entscheidet deine Website auch über Bewerbungen?

Für viele Betriebe ist die Website heute nicht nur für Kunden wichtig, sondern genauso für die Mitarbeitersuche.

Wer sich bewirbt, schaut vorher auf die Website. Was er dort findet, entscheidet mit, ob er die Bewerbung abschickt. Steht dort nur „traditionsreiches Familienunternehmen“, weiß er nichts. Sieht er das Team, die Fahrzeuge, die Arbeit und einen ehrlichen Satz dazu, wie es ist, dort zu arbeiten, ist er einen Schritt weiter.

Eine eigene Seite für offene Stellen hat eines der besten Verhältnisse von Aufwand zu Wirkung. Sie muss nicht schön sein, sie muss ehrlich sein. Wie du Fachkräfte erreichst, die gar nicht suchen, steht in Mitarbeiter finden, wenn über die Jobbörse niemand kommt.

Was kannst du weglassen?

  • Das große Video, das nichts sagt. Zehn Sekunden Drohnenflug, während der Besucher wartet und nicht weiß, was du machst.
  • „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“. Das kostet die wichtigste Zeile der Seite und sagt nichts.
  • Die Firmengeschichte im ersten Absatz. Sie darf rein, aber weiter unten. Wer ein Problem hat, liest sie nicht zuerst.
  • Zertifikatslogos, die niemand kennt. Eines, das etwas bedeutet, ist mehr wert als sechs, die niemand einordnen kann.

Was gehört rechtlich auf eine Handwerker-Website?

Kurz, weil es wichtig ist und schnell teuer wird: Impressum und Datenschutzerklärung müssen da sein und von jeder Seite aus erreichbar.

Als Gewerbebetrieb in Österreich brauchst du laut § 5 E-Commerce-Gesetz (öffnet neuen Tab) unter anderem die Kammer, die Gewerbebehörde, die Berufsbezeichnung und einen Verweis auf die Gewerbeordnung. Dazu kommt die Offenlegung nach Mediengesetz.

Bindest du eine Karte ein, darf sie erst nach einem Klick laden, sonst gehen Daten deiner Besucher an einen Dritten, bevor jemand zugestimmt hat. Dasselbe gilt für Schriften von fremden Servern. Das macht man einmal richtig und muss es dann nicht mehr anfassen. Die Rechtstexte prüfst du vor dem Livegang selbst, denn für dein Impressum bist du verantwortlich.

Was bringt eine Website, die Anfragen vorsortiert?

Eine Website kann mehr als informieren. Ein Anfrageformular, in dem der Kunde gleich Fotos vom Schaden und seine Postleitzahl mitschickt, erspart dir den ersten Rückruf. Ein Preisrechner gibt eine erste Orientierung, bevor jemand anruft. Eine Online-Buchung füllt Termine, ohne dass du ans Telefon musst.

Das braucht nicht jeder Betrieb am ersten Tag. Aber wenn dich Anfragen ohne Angaben jeden Abend Zeit kosten, lohnt sich ein Blick auf Anfrage-Tools und Programme für Betriebe.

Woran erkennst du, ob deine Seite gut genug ist?

Eine Website bringt dir keine Aufträge, wenn dich niemand findet. Sie ist der Ort, an dem sich entscheidet, ob jemand, der dich schon gefunden hat, zum Telefon greift.

Deshalb ist die wichtigste Frage nicht „Wie sieht sie aus?“, sondern: Beantwortet sie auf den ersten Blick, was mein Kunde wissen will? Wenn ja, ist sie gut genug. Alles Weitere ist Kür.

Was kostet eine Website für deinen Handwerksbetrieb bei mir?

Meine Preise sind netto und für Unternehmen. Den Festpreis bekommst du schriftlich vor dem Start, gebaut wird nach Auftrag und Anzahlung.

  • One-Pager: 990 € netto als Fixpreis. Eine Seite mit bis zu sechs Abschnitten, Texte von mir, klickbare Telefonnummer, WhatsApp-Knopf oder Formular.
  • Website mit Startseite und 3 Unterseiten: ab 1.490 € netto. Eigene Seiten für deine wichtigsten Leistungen und auf Wunsch eine Seite für offene Stellen. Jede weitere Unterseite kostet 190 € netto.
  • Google-Profil Start: 290 € netto, zusammen mit einer Website 150 € netto. Damit du bei Suchen mit Ort in der Karte auftauchen kannst.
  • Hosting und Domain: im ersten Jahr inklusive, danach 150 € netto im Jahr.
  • Website-Betreuung: 29 € netto im Monat statt der Hosting-Gebühr, damit Technik und Rechtstexte aktuell bleiben und kleine Änderungen bis 15 Minuten im Monat erledigt sind.

Kostenlose Vorschau deiner Startseite: für Website-Projekte ab 1.490 € netto, nach einem Erstgespräch. Gefällt sie dir nicht, zahlst du nichts.

Ich arbeite für Betriebe im Mostviertel und in ganz Niederösterreich, vor allem für Handwerk und Bau, und österreichweit per Videocall. Alles zu Paketen und Ablauf findest du unter Website erstellen lassen: Pakete und Preise. Wenn du wissen willst, was deine jetzige Seite schon richtig macht und was fehlt, schick mir den Link. Die Pakete für eine Website für deinen Handwerksbetrieb passen auch, wenn du bei null anfängst.

Häufige Fragen

Was muss auf einer Handwerker-Website ganz oben stehen?
Drei Antworten: was du machst, in den Worten deiner Kunden, wo du arbeitest, mit einem Satz zum Einsatzgebiet, und wie man dich erreicht, mit einer Telefonnummer, die man am Handy antippen kann. Firmengeschichte und Zertifikate dürfen auf die Seite, aber weiter unten.
Welche Angaben braucht das Impressum eines Handwerksbetriebs in Österreich?
Laut § 5 E-Commerce-Gesetz unter anderem Name, Anschrift, Telefon und E-Mail, falls vorhanden Firmenbuchnummer und UID, die Wirtschaftskammer, die Gewerbebehörde als Aufsichtsbehörde, die Berufsbezeichnung und einen Verweis auf die Gewerbeordnung. Dazu kommen die Offenlegung nach Mediengesetz und eine Datenschutzerklärung. Prüf die Texte vor dem Livegang selbst.
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Bei mir kostet ein One-Pager 990 Euro netto als Fixpreis, eine Website mit Startseite und 3 Unterseiten ab 1.490 Euro netto, jede weitere Unterseite 190 Euro netto. Für den Anfang reicht vielen Betrieben der One-Pager. Mit eigenen Seiten für einzelne Leistungen hast du bei Google mehr Chancen auf Suchen wie „Bad sanieren Amstetten“. Ab dem Website-Paket gibt es nach dem Erstgespräch eine kostenlose Vorschau deiner Startseite.

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